Queen Kings rocken die Bühne

Ein wirklich wundervoller Abend vor 2.000 Zuschauern auf der Freilichtbühne Tecklenburg.
Hier der Bericht aus der NOZ von Ruth Jacobus – Fotos: André Havergo / www.festival-fotograf.de

Collage QK TeBu 2017 André Havergo

Tecklenburg. Ein runder Geburtstag, ein Heiratsantrag und rockige Welthits: Es gab viel zu feiern beim offiziellen Saisonabschluss auf der Tecklenburger Freilichtbühne. Die Queen Kings rockten am Sonntagabend so richtig ab. Besonders Frontman Sascha Krebs ließ es krachen auf seiner „Haus- und Hofbühne“.

Rund 2000 Zuschauer füllten die Sitzbänke trotz kühler Temperaturen. Aber bei den Songs von „Queen“ bliebt sowieso niemand lange sitzen, da wird mitgerockt. Dass die Queen Kings als eine der besten Tribute-Band ihres britischen Vorbildes gelten – seit Sonntagabend glaubt das wohl jeder, der sie erlebt hat.

Sascha Krebs passt als neuer Sänger perfekt zu den Kings. Er freute sich riesig, wieder in Tecklenburg zu sein: „Ich habe die Saison Pfingsten eröffnet und darf jetzt das Tor abschließen.“ 1996 habe er das erste Mal auf der Freilichtbühne gestanden – in „Hair“ und dem „Zigeunerbaron“. Seit 17 Jahren organisiert er die Pfingstgala, vor zwölf Jahren hat er in Tecklenburg seine Frau kennengelernt. Und am Sonntag gratulierte er seiner Mutter zum runden Geburtstag – sie saß in der ersten Reihe.

Die besondere Kulisse und das von Anfang an begeisterte Publikum hatten es nicht nur dem Sänger, sondern der gesamten Band angetan. Von einem „Super-Spaß“ sprach Gitarrist Rolf Sander. Und den hatten alle. Wer die Augen schloss, glaubte fast, Queen im Original zu hören – nur eben mit einer gehörigen Portion „Kings“.

Ruhigere Songs wie „The world we created“ gab es ebenso zu hören wie „Somebody to love“ – dieses Mal als „Ständchen“ für Frank und Sonja. Sascha Krebs rief das Paar auf die Bühne, wo Frank in die Knie ging und seiner Lebensgefährtin einen Heiratsantrag machte. Die – positive – Antwort ging im Riesenjubel des Publikums unter.

Lautstark freute sich das Publikum auch, als Sascha Krebs nach der Pause die begnadete Opernsängerin Christine Gogolin begrüßte. Wie einst Freddie Mercury und Montserrat Caballe ließen sie gemeinsam die Hymne „Barcelona“ erklingen. Rockröhre und Diva – ein harmonischer Gegensatz, der dem Publikum gefiel.

Danach drehten die Queen Kings noch einmal so richtig auf. Die größten Hits der britischen Band gingen ins Ohr und in die Beine. Und alle Bandmitglieder zeigten, was in ihnen steckt – ob die Sängerin Susann de Bollier, Christof Wetter am Keyboard, Drazen Zalac an der Gitarre oder der Drummer Oliver Kerstan.

Da ging die Post ab. Als Sascha Krebs durch das Publikum joggte und bei dem Song „Who wants to live forever“ unzählige Handy-Lampen angingen, steuerte das Konzert nach rund drei Stunden für viele viel zu früh auf sein Ende zu. Mit Zugaben und dem Versprechen, wiederzukommen, verabschiedeten sich die „Queen-Kings“ aus der Burgruine. Die Bühnensaison ging mit einem furiosen, rockigen Abend zu Ende. Die Tecklenburg Touristik als Veranstalter kann sich freuen. Sie hat Fans guter, handgemachter Musik einen tollen Abend beschert.

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